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Archiv für Januar 13th 2008

Malta 2009

Wir waren in der einzigen Gegend Maltas, die nicht vor WLANs wimmelte. Nicht nur das: die St. Paul’s Bay war auch ziemlich außerhalb. Zwar sind die Entfernungen auf Malta nicht groß und Valletta war nur 20km entfernt, aber für maltesische Verhältnisse ist das schon viel. Die Fahrt dauerte je nach Buslinie zwischen 30 Minuten und 50 Minuten. Wenn wir noch nach Malta fahren, achten wir darauf nicht mehr in der St. Paul’s Bay zu landen. In Sliema hatte beinahe jedes Hotel sein eigenes WLAN. Da ich aber meinen Laptop dabei hatte, war es mir dennoch möglich, jeden Tag etwas zu schreiben. Daher kommt hier nun ein kompletter Reisebericht über die letzte Woche in Malta.

5. Januar – Sliema

Ich in SliemaUm eine Orientierung zu bekommen, sind wir heute erst einmal in Bugibba herum gelaufen. Dann sind wir nach Sliema gefahren, um eine Idee zu bekommen, wie lange die Busfahrt dauert. Von Sliema aus sind wir nach Ta’Xbiex (wird Taschbiesch gesprochen) gelaufen, wo ich meiner Mutter das Haus gezeigt habe, in dem ich 1994, als ich hier Sprachurlaub gemacht habe, gewohnt habe.

Dann waren wir noch in dem Einkaufszentrum von Sliema, in dem ich mir eine coole Ausgabe von Dune gekauft habe. Die Ausgabe ist in der Qualität wie ein Buch bei uns und nicht diese Billigqualität, die es, in den USA zu kaufen, gibt. Wenn ich die anderen Teile finde, werde ich sie mir auch noch kaufen. Vielleicht finde ich sie in Valetta.

Danach sind wir züruck zum Hotel gefahren und machen uns jetzt fürs Abendessen fertig.

6. Januar – Mdina und RabatIch in den Katakomben

Heute sind wir mit dem Bus nach Mdina und Rabat gefahren. Mdina war früher, bevor Valetta gebaut wurde, die Hauptstadt von Malta. Die Stadt war sehr bildhaft. Die Gässchen waren sehr schmal und es gab nur wenige Autos in der Stadt. Wir haben das Maltesische Naturkundemuseum und ein Wachsfigurenkabinett über den Malteser Ritterorden besichtigt. Nach Mdina waren wir in Rabat. Dort haben wir die Ruinen und Ausgrabungen eines römischen Hauses (das einzige, das auf Malta gefunden wurde) und die Katakomben des Heiligen Paulus besichtigt. Die Katakomben waren der reinste Irrgarten und richtig unheimlich. Das hat richtig Spaß gemacht da durch zu laufen.

7. Januar – Popeye’s Village

Popeye's Village Eigentlich hatten wir nur den Vormittag für Popeye’s Village eingeplant, aber nun ist doch fast ein halber Tag draus geworden. Popeye’s Village ist ein künstliches Dorf, das extra für den Popeye-Film mit Robin Williams und Shelley Duvall aufgebaut wurde. Das Dorf war allerdings gar nicht so leicht zu finden. Ausgeschildert war es nicht, sodass wir mit dem Bus zuerst vorbeigefahren sind und an die Fähre nach Gozo kamen. Wir haben uns dann vom Busfahrer sagen lassen, wo wir aussteigen sollen. Da wir mitten im Niemandsland waren und außer eine Hotelanlage nichts in der Nähe war, sind wir auf diese hinein gelaufen. Dort waren dann auch überall Hinweisschilder. Aber sobald wir die Anlage verlassen hatten, waren nirgends Schilder und wir sind über Stock und Stein zum Dorf gelaufen. Ein echter Geheimtipp eben! Ohne Reiseführer wären wir da sicher nicht aufmerksam geworden.Popeye und ich

Die Kulisse war echt nett. Besonders die Bucht, in der sie lag, war einfach nur traumhaft. Im Dorf liefen ein paar Statisten als Charaktere aus dem Film herum, die zu Unterhaltung auch ein paar Shows aufgeführt haben. Neben ein paar Snackbars und Souvenirshops, gab es auch einen Silberschmied, den den Schmuck in echter Handarbeit herstellte. Es war schwer, meine Mutter wieder aus diesem Laden zu bekommen. Ich hatte währenddessen ein wenig an einer Wii, die zum Testen herum stand, gespielt und weiß jetzt, dass ich keine haben will und mir wohl doch die PS3 holen werde.

Wir fuhren für zwei Stündchen zurück ins Hotel, um uns ein wenig auszuruhen, bevor ins Kino gingen. Wir schauten uns “Fred Claus”. Da wir die einzigen beiden Personen im Kinosaal waren, konnte ich meiner Mutter den gesamten Film übersetzen. Wir entschieden, ins Kino zu gehen, weil es besser ist als in dem heißen Hotelzimmer herum zu sitzen. Die Klima-Anlage ist in dieser Jahreszeit abgeschaltet und das einzige Fenster führt auf einen überdachten Hof hinaus. So kommt einfach keine Frischluft ins Zimmer.

Als wir vom Kino nach Hause kamen, erlebten wir aber eine Überraschung. Der Portier fragte uns, ob die Temperatur in unserem Zimmer nun besser ist. (Ich hatte mich gestern darüber beschwert.) Ich verneinte das. Daraufhin gab er uns einen Ventilator. Nun können wir das Zimmer herunter kühlen. das ist cool. ;-)
8. Januar 2007: Valetta

Markt in Valetta Heute waren wir in Maltas Hauptstadt Valetta. Wir haben uns die Waffenkammer und den Palast der Republik, das Parlament Maltas, das archäologische Museum angesehen und sind ein wenig durch die Geschäfte und den Markt gebummelt. Da es in Valetta noch viel mehr zu sehen gibt, werden wir sicher noch mal diese Woche hinfahren.

Am Abend waren wir dann wieder im Kino: in “I am Legend” mit Will Smith. Mal sehen, ob ich jetzt noch gut schlafen kann. Das war ein echt Schocker. Zum Film haben wir eine Packung Pringles mit Steak-Geschmack gegessen. Ekelhaft!

9. Januar 2007: Marsaxlokk und Valetta

Die Fisherboote in Marsaxlokk Heute morgen sind wir nach Marsaxlokk (Marßaschlock gesprochen), einem typischen Fischerdorf, das bekannt für seine bunten Fischerboote ist. Danach sind wir noch mal nach Valetta gefahren. Hier wollten wir eigentlich ins Kriegsmusem, doch das war geschlossen wegen Renovierungsarbeiten. Also waren wir in der Malta Experience, einem Film über die Geschichte Maltas.

Heute Abend waren wir dann wieder im Kino, dieses Mal in “Enchanted”. Die Selbstironie, mit der Disney seine eigenen Filme parodiert, ist einfach fantastisch. Diesen Film kann ich wirklich nur weiterempfehlen!

10. Januar 2007: Playmobil

Schon gewusst, dass die Playmobil-Menschen ausschließlich hier auf Malta hergestellt werden? Wir auch nicht bis wir heute die Playmobilfabrik besichtigt haben. Wir sind nach Hal Far am Südostrand der Insel gefahren. Auf der Fahrt hatten wir uns schon gewundert, warum so viele Schwarze im Bus sind. Man fühlte sich schon, als sei man in Afrika. Als wir dann ausstiegen, bekamen wir fast einen Schreck. Die Haltestelle war an einem Zeltdorft, das wohl ein Flüchtlingslager war und überall lungerten Schwarze herum.

Königin Marion von PlaymobilWir sind dann schnell den Schildern zu Playmobil gefolgt. Die nächste Tour war dann leider erst in zwei Stunden, da wir nun aber extra hier raus gefahren waren, um die Fabrik zu besichtigen, sagten wir dann zu zwei Stunden zu warten. Wir hatten rund um eigentlich auch noch mehr erwartet, immerhin hieß das Gelände ja auch Playmobil Fun Park, was in allen Reiseführern und Prospekten als kleiner Freizeitpark beschrieben war. Wir hatten jetzt nicht gerade eine Achterbahn dort erwartet, aber zumindest das irgendwelche Playmobil-Landschaften dort aufgebaut waren. Der Fun Park entpuppte sich dann als ein großer Laden mit einem Raum, in dem Kinder mit Playmobil spielen konnten. Zwar war der Eintrittspreis, in dem ein Stück Kuchen und ein Getränk in der Cafeteria mit inbegriffen waren, zu anden Attraktionen, die wir bisher besichtigt haben vergleichsweise günstig, aber es war heute dennoch irgendwie ein verlorener Tag.

Zwei stolze Hersteller eines Playmobil-Mannes Die Tour durch die Fabrik dauerte ca. eine halbe Stunde. Wir haben den gesamten Herstellungsprozess eines Playmobilmännchens gesehen. Ein Großteil der Arbeit wird von Maschinen erledigt: Das Formen und Färben des Plastiks, das Bedrucken der Einzelteile und das Zusammensetzen. Das Verpacken und die Qualitätskontrolle wurden aber dann doch noch von Menschen erledigt. Das Highlight der Tour war, dass wir uns eigenhändig ein Playmobil-Männchen als Souvenir zusammen bauen konnten.

Nachdem wir die Tour beendet hatten, hätte es sich nicht mehr gelohnt noch zu anderen Sehenswürdigkeiten zu fahren. Denn erst einmal mussten wir ja zurück nach Valletta, um dort umzusteigen. Also sind wir noch mal nach Sliema zum Bummeln gefahren. Wir haben uns von der Playmobil-Fabrik mehr versprochen. Hätten wir gewusst, was uns erwartet, hätten wir uns das geschenkt und wären stattdessen heute schon nach Birgu (Vittoriosa) gefahren. Filmabschluss des Tages: 30 days of night.

11. Januar 2007: Birgu (Vittoriosa), Fort Rinella und Paola

CIMG0519 Einer der spannendsten Tage dieser Reise war heute. Zuerst waren wir in Birgu (auch Vittoriosa genannt). Hier haben wir eine Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg besichtigt und den letzten erhaltenen Inquisitorenpalast in Europa. Vom Bunker aus gab es einen gratis Shuttle-Service nach Fort Rinella. In Fort Rinella steht die größe Frontladerkanone der Welt. Sie wiegt 100 Tonnen, ist 11m lang und hat ein Kaliber von 45cm. Insgesamt gab es nur vier dieser Kanonen, zwei in Gibraltar und zwei auf Malta. Jeweils eine in Gibraltar und eine auf Malta existiert noch. Die Kanone wurde auf Malta errichtet, um die britischen Handelsschiffe auf dem Weg zum Suez-Kanal zu schützen, insbesondere vor den Italienern, welche auf ihren modernen Kriegsschiffen ganz ähnliche Kanonen mit sich herum fuhren. Die Kanone kam allerdings nie zum Einsatz. Sie wurde nur vier Mal im Jahr zu Übungszwecken abgefeuert. Ein Abschuss kostete soviel wie der Tagessold für 2400 Soldaten!

CIMG0628 Besonders interessant war die Führung durch Fort Rinello. Sie wurde von Statisten begleitet, die den Drill nachstellten, eine Kanone abfeuerten (hat ganz schön Wumms gemacht), und verschiedene Angriffsmanöver mit dem Gewehr vorführten.

Bevor es dann zurück ins Hotel ging, sind wir noch mal kurz in einer kleinen Stadt namens Paola ausgestiegen, um einzukaufen. (Ich bin ja immer noch auf der Suche nach den anderen Dune-Bänden).

Filmabschluss des Tages: Der goldene Kompass. Langweilig! Ich bin im Kino eingeschlafen.

One Response to Malta 2009
1 Kommentar von Stripper Chris
am 20. Januar 2008 um 16:29

Malta ist immer eine Reise wert….
Verbringe dort jedes Jahr meinen Urlaub….
Wenn er mich sehen wollt einfach auf meine URL klicken…
Ob mich jemand findet?

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