30 Euro für einen Link

Neulich habe ich darüber geschrieben, wie viel mein Blog wert ist. Wie viel er jedoch tatsächlich wert ist, realisiert man erst, wenn man E-Mails wie solche bekommt:

Hallo Timo,

während meiner Internetrecherche nach guten Webseiten bin ich u.a. auch auf deine Seite gestoßen. Dein Webauftritt macht wirklich einen sympathischen Eindruck.
Gut gefallen hat mir der userfreundliche Aufbau deiner Seite und das ansprechende Design. Du schreibst interessante Blog-Beiträge.

Aufgefallen ist mir, dass du deinen Besuchern externe Seiten empfiehlst. Auch wir würden uns freuen unsere Seite dort wieder zu finden.
Wir von der [zensiert]-Gruppe bieten unseren Kunden mit dem Portal [zensiert].de die Gelegenheit allgemeine sowie gezielte Informationen rund um das Thema Wirtschaft, Geld und Finanzen einzuholen. Von unserem übersichtlichen Finanzlexikon profitieren sicher auch deine Besucher, es soll helfen sich im Finanzdschungel zurecht zu finden. Außerdem besteht durch unseren einzigartigen Krankenkassenvergleich auf Basis der neuen Gesundheitsreform für deine User und alle Interessierten die Möglichkeit die optimale Versicherung zu finden.

Aus diesem Grund möchten wir dir vorschlagen einen Link zu setzen, der zu unserer Website http://www.[zensiert].de/[zensiert].html führt.
Ein passender Linktext dabei wäre z.B. ?Gesetzliche Krankenkassen – vergleichen und sparen?.

Im Gegenzug möchte ich dir gern eine kleine Aufwandsentschädigung von 30 Euro zukommen lassen.

Was hälst du davon?
Schau dir unseren Service doch einfach mal an.

Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung.

Mit besten Grüßen aus Berlin,

E. S. [Name gekürzt]
Portal-Managerin [zensiert].de
e.[zensiert]@[zensiert].de

[zensiert] GmbH & Co. KG
[zensiert] Strasse 27
10997 Berlin

Selbstverständlich habe ich das Angebot nicht angenommen. Ich möchte meine Leser nicht bescheißen, indem ich ihnen Empfehlungen biete, die mich selbst nicht interessieren. Es wäre nicht ehrlich gegenüber meinen Lesern gewesen, so zu tun, als würde ich diese Seite empfehlen. Letztlich könnte ich auch nicht gewissenhaft behaupten, dass die Seite wirklich seriös ist.

Ich bin zwar käuflich aber unbezahlbar. 30 Euro waren es mir jedenfalls nicht wert, meinen Ruf infrage zu stellen. Eine Suche bei Google nach der URL aus der Mail, die ich zensiert habe, weil ich ja  ansonsten doch noch unbezahlt Werbung gemacht hätte, zeigt, dass einige Blogger wohl auf dieses Angeobt eingegangen sind. Falsche Schlangen ist nicht die richtige Wortwahl, aber die erste, die mir dazu einfällt.

Für euch heißt das also, dass alle Links, die ich empfehle auch tatsächlich Empfehlungen von mir sind und das keine Bezahlung dahinter steckt.

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