Gockel ist ein einfacher Name, sollte man meinen. Mein Nachname ist der eines Tieres und nicht Grzoczkełynski oder sonst etwas, was man auf jeden Fall buchstabieren müsste. Trotzdem haben die Österreicher so ihre Schwierigkeiten damit. Wenn ich gefragt werde, wie mein Name geschrieben wird sage ich immer “Gockel wie der Hahn”. Den Deutschen ist dann klar, dass der Name wie das männliche Gegenstück vom Huhn geschrieben wird – Gockel eben. In Österreich kommt dann trotzdem noch die Frage: “Mit L oder EL am Ende?” Diese Frage finde ich typisch österreichisch, denn in Deutschland hat mich das nie jemand gefragt.
Den Österreichern ist also irgendwie das Wort Gockel nicht so ganz geläufig. Denn nach der Frage, wie es endet, kommt dann meistens doch noch etwas Falsches bei raus: Gokel, Gogel Goggel. (“Nee, der Herr Google bin ich nicht nicht”, hab ich ich mir bei letzterem gedacht). Oder gerade heute hat es einer Goçl (C mit Çedille!) geschrieben. Da hab ich einen Moment überlegt, ob ich sage: “Nein, nein. Güçül mit zwei ü. Ich bin Türke!”
Das sind kleine kulturelle Unterschiede, die das Leben amüsanter machen. Ich muss einfach angewöhnen in Zukunft “mit CK und EL am Ende” zu sagen – andererseits auch nicht, weil sonst hab ich ja nichts mehr zu lachen.