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Es wäre besser Feiertage frei wählen zu können

Zwar will ich mich nicht beschweren einen freien Tag zu haben, aber noch schöner wäre es natürlich, wenn ich diesen Tag frei wählen könnte. Als überzeugter Atheist, der Gottesglauben für lächerlich und die von den Evangelien überlieferte Jesus-Geschichte für erfundene Märchen hält, sehe ich es nicht ein Fronleichnam zu feiern. Was geht mich das an? Ich weiß noch nicht mal, welches fragwürdige christliche Wunder heute gefeiert wird. Was geht es die Tausenden von Moslems und sonstigen Nichtchristen an, die in unserem Land leben, die an den christlichen Feiertagen frei haben, sich an ihren eigenen religiösen Feiertagen aber einen Tag Urlaub nehmen bzw. Schule schwänzen müssen, um sie zu begehen. Ist das nicht ein Verstoß gegen die im Grundgesetz zugesicherte Religionsfreiheit? Die Frage ist etwas krass formuliert und ich bin mir sicher, dass mir jeder Jurist eine gute Begründung vorbringen könnte, warum man sie gewissenhaft mit Nein beantworten kann.

Dennoch, für mich ist dieser Tag nicht wichtig und ich hätte lieber an einem Tag frei, an dem besseres Wetter ist. Daher bin ich für die Einführung des schwedischen Models. In Schweden hat man zehn frei bewegliche Urlaubstage. Diese Urlaubstage sind für religiöse Feiertage geschützt, d.h. wenn man sie beantragt, muss der Arbeitgeber sie gewähren und darf sie nicht ablehnen. Auf diese Weise kann sich jeder an den religiösen Feiertagen frei nehmen, die für seine Religion wichtig sind. Da diese Urlaubstage wie gesagt für religiöse Feste sind, darf man von ihnen nicht mehr als zwei auf einmal hintereinander beantragen. Und in diesem Punkt wird mir auch kein Jurist widersprechen können: Dieses Modell würde zumindest für Nichtchristen eine noch höhere Religionsfreiheit bieten.

Ausnahmen kann man freilich an Ostern und Weihnachten machen. Das Osterfest hat einen nichtchristlichen Ursprung. Die christlichen Eigenschafte wurden ihm erst später angedichtet und an Weihnachten überwiegen sowieso die heidnischen Bräuche. Bei der ganzen Kommerzialisierung fällt es schwer zu glauben, dass christliche Werte wie Nächstenliebe gefeiert werden.

One Response to Es wäre besser Feiertage frei wählen zu können
1 Kommentar von GarykPatton
am 16. Juni 2009 um 04:16

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Religion steht für Hass und Intoleranz

Religion gehört zu jenen Dingen auf der Welt, die abgeschafft und vergessen werden müssen. Jede Religion behauptet von sich immer wieder ihre Religion sei eine Religion der Nächstenliebe und Toleranz. Nun mag das angesichts einiger fehlgeleiter islamischer Terroristen besonders für den Islam als unglaubwürdig erscheinen, aber auch das Christentum schafft es immer wieder, vom Gegenteil zu überzeugen.

Das jüngste Beispiel ist Daniel Mack, der sich in einem Twitter-Beitrag kritisch über die Kirche geäußert hat. Wie Spiegel ONLINE berichtet soll er “keine Werbestunden mehr für eine völlig verrückte katholische Kirche” in einem Tweet geschrieben, um die Initiative Pro Ethik zu unterstützen. Nun wird er Ausländer, der die heimische Religion, beleidigt beschimpft. Sonst zeigen die Deutschen wenig Patriotismus, aber wenn ein etwas dunkelhäutiger Mensch etwas Negatives über die christliche Religion schreibt, dann wird es hochstilisiert und das Christentum wird auf einmal zu etwas Heimisches. Da fehlen mir einfach die Worte.

Aber solche Gedanken werden ja auch schon bei den Kindern eingepflanzt, wenn sie in unterschiedlichen Religionsunterricht, der nach Konfessionen und Religionen getrennt ist. So entstehen drei Gruppen: die Evangelen, die Katholiken und die Anderen. Die Anderen, das sind all jene, die eben nicht christlich sind. Da die Mehrheit der Deutschen aber Christen sind, ist der Ethikunterricht für die Anderen meist besetzt mit Kindern mit Migrationshintergrund. Viele Atheisten schicken ihre Kinder vor diesem Hintergrund daher auch lieber in den Religionsunterricht. Durch die Teilung entstehen Nischen, welche die Integration von Ausländern erschweren. Sie werden dadurch, dass sie Ethikunterricht und nicht zu einem der beiden christlichen Religionsunterrichte gehen, als anders abgestempelt und schließlich auch als Ausländer stigmatisiert. (Dass es bereits islamischen Religionsunterricht in einen Bundesländern versuchsweise gibt, weiß ich natürlich, soll hier aber mal außen vor gelassen werden, weil es eben nur versuchsweise ist.)

Daher finde ich, Berlins Ansatz einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Kinder zu haben, gut. Dass der Volksentscheid Religionsunterricht wieder bindend einzuführen gescheitert ist, begrüße ich. Andere Bundesländer sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Religion sollte Menschen nicht trennen sondern verbinden. Die Religionen dieser Welt verbindet viel mehr, als dass sie trennt. Das sollten Kinder im Ethikunterricht lernen. Sie sollten lernen, dass alle Menschen gleich sind, auch wenn sie eine andere Religion haben. So kommt auch niemand mehr anschließend auf die dumme Idee, die heimische Religion sei diskreditiert worden oder er müsse nach Afghanistan reisen, um auf eine Islamschule zu gehen.

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